Eidgenössische Energiepolitik

EnergieSchweiz

Das Programm EnergieSchweiz des Bundesamts für Energie (BFE) vereinigt Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz unter einem Dach. Es setzt auf Sensibilisierung, Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung, Qualitätssicherung, Vernetzung und Förderung fortschrittlicher Projekte. Das Programm arbeitet eng mit Kantonen, Gemeinden und zahlreichen Partnern aus Wirtschaft, Umwelt- und Konsumentenorganisationen zusammen. 

Das Programm EnergieSchweiz wurde im 2001 lanciert und befindet sich nun in der dritten Etappe. Diese dauert von 2011 bis 2020. Das Ziel ist nach wie vor, die Energieeffizienz zu verbessern, die erneuerbaren Energien auszubauen und die CO2-Eimissionen zu reduzieren. Mit dem durch den Bundesrat und das Parlament beschlossenen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie haben die Ziele von EnergieSchweiz ein noch höheres Gewicht erhalten. EnergieSchweiz soll im Rahmen des ersten Massnahmenpakets der Energiestrategie 2050 deshalb zusätzlich gestärkt und weiter ausgebaut werden.

Erste Massnahmen zur Umsetzung der Energiestrategie 2050

Im Rahmen der Energiestrategie 2050 werden regulative Instrumente und Fördermassnahmen eingesetzt. Mit EnergieSchweiz sollen die Wirkungen der Massnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien verstärkt werden. Das Programm soll insbesondere nicht-preisliche Hemmnisse abbauen.

Das erste Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 ist vielseitig. Mit verschiedenen Anreizen und Auflagen soll der Energie- und Stromverbrauch reduziert werden. Dabei werden klare Reduktionsziele verfolgt.

Ein wichtiges Instrument um diese Ausbaupotenziale der erneuerbaren Energien zu erschliessen, ist das System der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Mit verschiedenen Massnahmen soll dieses System optimiert werden. Photovoltaikanlagen mit einer Leistung unter 10 kW sollen zukünftig eine administrativ einfachere Direktinvestitionshilfe erhalten. Im Weiteren soll die Eigenverbrauchsregelung als zusätzlicher finanzieller Anreiz eingeführt werden.

Geothermie und Energiestrategie 2050

Die Energiestrategie 2050 sieht vor, dass bis ins Jahr 2050 die Geothermie soweit ausgebaut ist, dass Strom im Bereich von rund 4.4 TWh pro Jahr ins Elektrizitätsnetz eingespiesen werden können. Um dies zu erreichen brauchen wir viele Geothermieprojekte mit zahlreichen und zahlungskräftigen Investoren. Potenzielle Investoren werden heute durch die grossen, geologischen und technischen Risiken sowie durch die regulatorischen Hürden abgeschreckt. Mit einem Förderprogramm zur Entwicklung der Tiefengeothermie sollen die Hemmnisse, unter Berücksichtigung der Qualitätssicherung, abgebaut werden. Dazu gehören zum Beispiel Koordinationsprojekte in den Bereichen Raumplanung und Bewilligungsverfahren. Die Branche, der Bund und die Kantone sind hier gefordert vollzugsfähige Lösungen auszuarbeiten.

Sehr wichtig ist ebenfalls der Ausbau der bestehenden Risikodeckung für Tiefengeothermieprojekte. In Zukunft sollen daher auch die Kosten für feldbasierte Explorationskampagnen angerechnet werden können. Die Risikodeckung soll von maximal 50 Prozent auf maximal 60 Prozent angehoben werden.

Daniel Büchel, Vizedirektor des Bundesamts für Energie (BFE) und Leiter des Programms EnergieSchweiz

Daniel Büchel

Vizedirektor des Bundesamts für Energie (BFE) und Leiter des Programms EnergieSchweiz

 

 

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